Projekt – ADAPTION

Migration zum Cyber-physischen Produktionssystem

Problemstellung

Unternehmen stehen im Zuge der unter dem Begriff Industrie 4.0 zusammengefassten Entwicklungen vor der Herausforderung ihre Produktion mit neuen Technologien auszurüsten und ihre Organisation sowie die Qualifikation ihrer Mitarbeiter entsprechend anzupassen. Fokussiert wird im Projekt ADAPTION die Transformation zum Cyber-physischen Produktionssystem, welches als bedeutender Aspekt von Industrie 4.0 erachtet wird.

Vor allem Arbeitsplanung und Fertigungssteuerung sind dabei durch die Auflösung der Automatisierungspyramide und dem damit einhergehenden Paradigmenwechsel von der ressourcenorientierten zur produktorientierten Planung betroffen.

 

Paradigmenwechsel zum CPPS

 

 

Projektziel

Ziel des 3-jährigen Forschungsvorhabens ADAPTION ist es Unternehmen durch ein reifegradbasiertes Vorgehensmodell bei der Migration zum Cyber-physischen Produktionssystem zu unterstützen. Bei der Migration zum unternehmensindividuellen Zielreifegrad sind insbesondere die wirtschaftlichen Gesichtspunkte von Relevanz. Die Migration wird zudem unter der Berücksichtigung der betrieblichen Gestaltungsdimensionen Technik, Organisation und Personal durchgeführt.

Bevor das Ziel des Migrationsprozesses konkret festgelegt werden kann, gilt es die Ausgangssituation im Unternehmen zu erfassen. Folglich sieht das Konzept zunächst eine Eruierung des Ist-Zustandes in den Unternehmen vor. Dieses Untersuchungsverfahren ist im Rahmen des Projektes als Industrie 4.0-Audit definiert. Die Durchführung dieses Audits ist zwingend notwendig, um die individuellen Anknüpfungspotentiale der Unternehmen an Industrie 4.0 zu verorten. Im Rahmen dieses Audits werden insbesondere die Dimensionen Technik (T), Organisation (O) und Personal (P), vor dem Hintergrund Industrie 4.0 spezifischer Herausforderungen, betrachtet.

Iteratives Vorgehensmodell

Zur Einordnung des aufgenommenen Ist-Zustandes, wird ein speziell entwickeltes Reifegradmodell verwendet. Um diese definierten Soll-Zustände, zu erreichen und somit auch einen höheren Reifegrad zu erlangen, müssen entsprechende Veränderungen in den Bereichen TOP initiiert werden. Diese sollen jedoch das Ziel der Wirtschaftlichkeit nicht verfehlen. Mit der Initiierung dieser Veränderungen beginnt auch der Prozess der Migration. Es werden hierbei zum einen die organisatorischen Abläufe und technischen Adaptionen bestimmt. Zum anderen  werden Mitarbeiter den technischen und organisatorischen Neuerungen entsprechend eingewiesen und falls erforderlich qualifiziert.

Im Rahmen des Konzeptes ist ein iteratives Vorgehen vorgesehen. Dementsprechend werden die beschriebenen Schritte (Industrie 4.0 Audit, Festlegung des Soll-Zustandes bzw. der Reifegrade, Umsetzung) zyklisch durchgeführt, bis der vom Unternehmen angestrebte Zustand erreicht ist. Damit geht auch die retrospektive Betrachtung des bisherigen Migrationspfades einher, um eventuelle Optimierungen für den nächsten Durchlauf zu sichten. Der finale Zielreifegrad ist hierbei immer nur für einen Zyklus fest definiert und kann im Laufe der Migration immer wieder adaptiv angepasst werden. Um diesen subjektiven Zielreifegrad zu erreichen, ergibt sich für jedes Unternehmen ein spezifisches Vorgehen. Auch über die Projektlaufzeit hinaus soll von den Unternehmen eine kontinuierliche Steigerung der Dimensionsreifegrade und somit auch des Gesamtreifegrades forciert werden, bis der wirtschaftlich sinnvolle Reifegrad erreicht ist. Bedingt durch technische Fortschritte kann sich der wirtschaftlich sinnvolle Reifegrad verändern, sodass eine kontinuierliche Evaluierung des Zielreifegrads erforderlich ist.

 

Lösungsweg